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GELD

BUDGET-KOMPASS

Dein Taschengeld gehört dir. Du kannst es so ausgeben, wie du möchtest. Du erhältst mehr finanziellen Spielraum und Selbstbestimmung und kannst auch viele Erfahrungen machen: Was ist wichtig und was willst du dir leisten? Und worauf lohnt es sich zu sparen?

Auch dein Lehrlingslohn gehört dir. Das steht sogar im Zivilgesetzbuch. Derselbe Artikel sagt ferner, dass Eltern einen angemessenen Beitrag an die Lebenshaltungskosten verlangen dürfen, wenn du zu Hause wohnst und dir das zugemutet werden kann (Art.323 Abs.2 ZGB). Das sorgt in manchen Familien für Zündstoff. Mit den praktischen Formularen auf www.budgetberatung.ch kannst du dich gut vorbereiten und die Diskussion versachlichen. Sie zeigen z.B., wie die Ausgaben gegliedert werden können, an welche Rückstellungen du denken solltest und wie sich dein Anteil berechnet. Bei der Budgetberatung kannst du zudem einen Termin vereinbaren. Beratungsstellen gibt es in der ganzen Schweiz.

WER BESTIMMT ÜBER DAS GELD AUF MEINEM KONTO?

Über das Geld, das deine Eltern in deinem Namen auf einem Bankkonto angelegt haben, kannst du frei verfügen, wenn du das 18. Lebensjahr erreicht hast. Es ist dein Geld. Bis du volljährig bist, dürfen deine Eltern lediglich die Zinsen dieses Geldes verwenden, um beispielsweise deine Ausbildung mitzufinanzieren.

KASSENSTURZ MACHEN

Hast du manchmal das Gefühl, die Monate seien einfach zu lang, weil dein Geld nur für kurze Zeit reicht? Oft fällt es schwer, den Überblick zu behalten, weil viel los ist. Spontan zu bleiben, sich etwas zu gönnen, Spass zu haben und trotzdem nicht über seine Verhältnisse zu leben ist auch Erfahrungssache. Aber mit etwas Übung kannst auch du ein Meister oder eine Meisterin in Geldfragen werden.

 

EINNAHMEN-AUSGABEN-CHECK

Oft erinnert man sich nicht an einen grösseren Einkauf und ist erstaunt, so viel Geld ausgegeben zu haben ohne genau sagen zu können, wofür. Ein besseres Gespür für die grossen und kleinen Einkäufe entwickelst du, wenn du einen Monat lang deine täglichen Ausgaben aufschreibst, einen Einnahmen-Ausgaben-Check machst. Du kannst z.B. die Belege sammeln. Oder du trägst alle Ausgaben immer in ein kleines Heft ein: Essen, Trinken, Musik, Kino/DVD, Kleidung, Handy, Ausgehen, Sport, diverses – alles wir notiert. Schon nach einer Woche kannst du deine Ausgaben besser einschätzen. Und nach einem Monat erkennst du dein Verhalten, siehst, ob du z.B. jemand bist, der nur schwer widerstehen kann und spontan alles kauft, was ihm gefällt. Oder neigst du zu Frustkäufen, wenn es in der Schule nicht so gut lief und du Stress im Freundeskreis hattest? Und vielleicht zeigt sich auch, dass du jemand bist, der nicht Nein sagen kann, Kolleginnen und Kollegen Geld leiht und sie oft einlädt.  

LINKS

www.budgetberatung.ch ist online eine gute Adresse. Dazu kommen Beratungsstellen in der ganzen Schweiz, bei denen du auch persönlich einen Termin vereinbaren kannst.

Postfinance hat ein online-Game entwickelt, mit dem du spielerisch den Umgang mit Geld erproben kannst – ohne echte Verluste.

Auch die Caritas bietet ein umfangreiches und kostenloses Beratungsangebot bei Geldfragen und Schulden. Der Service beinhaltet eine Telefonberatung, Beratungsstellen und viele online-Infos. Die Website gibt es in zehn Sprachen – neben einer deutschen, französischen, italienischen, spanischen und englischen Version sind u.a. eine türkische, eine bosnische, eine portugiesische und albanische greifbar. Dazu gibt es viele Tipps, wie man Geld im Alltag sparen kann ohne auf alles verzichten zu müssen. Zudem gibt es online Merkblätter und Musterbriefe zum Download, die im Notfall bei der Wortwahl unterstützen. Via Postleitzahl kann man zudem eine Beratungsstelle in der Nähe ausfindig machen.

 

RAUS AUS DER SCHULDENFALLE

Probleme mit unbezahlten Rechnungen? Oder hast du Schulden, weil du z.B. bei Freunden Geld gepumpt hast? Wichtig ist, dass du schnell reagierst und eine Lösung suchst. Am besten listest du alle offenen Beträge mit den Zahlungsterminen auf, damit du den Überblick behältst. Solche Fristen solltest du unbedingt einhalten. Bei Freunden, weil sie dir vertrauen, und Schulden die Beziehung belasten. Und bei Unternehmen, weil du eine Leistung, die etwas kostet, bereits bezogen hast. Was viele nicht wissen: Wenn du Rechnungen nicht bezahlst und wiederholt auf Mahnungen nicht reagierst, kannst du auch als Jugendlicher im Rahmen deiner Verantwortung (Taschengeld, Lohn) betrieben werden. Deine Eltern werden ebenfalls informiert, da sie für dich verantwortlich sind.

Was tun? Mach einen Kassensturz und überlege kritisch, wo du sparen und wie du das Geld zurückbezahlen kannst. Auch wenn’s schwerfällt: Schulden abbauen braucht etwas Disziplin. Vereinbare einen Termin mit der Schulden- und Budgetberatung in deiner Nähe, wenn du Unterstützung brauchst.  

 

MEHR GELD IN DER KASSE

Etwas mehr Geld übrig am Monatsende – das wär’s! Den Ausgaben-Check hast du gemacht und sparst bereits. Du überlegst dir, zusätzlich einen Nebenjob anzunehmen und könntest dir vorstellen, als Babysitter zu arbeiten, Zeitungen auszutragen oder in einem Laden auszuhelfen. Was du nicht vergessen solltest: Wenn du noch nicht volljährig bist, brauchst du die Zustimmung deiner Eltern. Es wäre also gut, wenn du sie frühzeitig in deine Pläne einweihst. Falls du schon in einer Lehre bist, müsstest du auch den Arbeitgeber fragen, da nicht alle Unternehmen Nebenjobs erlauben.

Auch sonst gibt es viel zu beachten. Bleibt genügend Zeit für die Schulaufgaben und für Freizeit? Für Jugendliche gelten zudem besondere Schutzvorschriften. Servieren darfst du erst, wenn du schon 16 Jahre alt bist. Generell verboten sind für Minderjährige jedoch Jobs in Nachtclubs, Bars oder Diskotheken. Ausführliche Infos findest du in unserer Rubrik Arbeit nach Alter.

 

Gut überlegen solltest du dir, wenn du denkst, dass ein Kredit die Lösung deiner Geldprobleme sein könnte. Auch wenn die Werbung verführerisch klingt: Oft sind die Zinsen hoch, sodass du viel bezahlst. Du solltest dir zudem sicher sein, dass du es schaffst, die Raten über mehrere Monate pünktlich zu bezahlen. Zudem brauchst du für den Vertrag die Zustimmung deiner Eltern.

 

TIPPS FÜR SPARFÜCHSE

Du stöberst im Kleiderschrank und entdeckst viele Teile, die du nicht so häufig getragen hast, weil sie ein Fehlkauf waren. Oder es sind Kleidungsstücke, die noch super aussehen, dir jedoch verleidet sind. Vielleicht geht es deinen Freunden ähnlich? Um Geld zu sparen, könntet ihr eine Tauschbörse organisieren. Über den Tauschwert entscheidet ihr gemeinsam. Zum Tauschen eigenen sich auch Bücher, DVDs oder Musik-CDs. Eine andere Möglichkeit sind Secondhandshops und Antiquariate, die oft wahre Fundgruben sind.


Wenn du zu Spontankäufen neigst, könntest du dir angewöhnen, wenig Geld dabei zu haben und nie mit Karte zu bezahlen. Noch bewusster und weniger planlos kaufst du mit einer Einkaufsliste ein. Hast du gewusst, dass in Warenhäusern die teuren Produkte in den Regalen auf Augenhöhe und die billigeren etwas tiefer einsortiert sind? Oft findest du dort die günstigeren Eigenmarken der Grossverteiler, die mit den bekannten Markenprodukten meistens mithalten können, wie Tests ergaben. Preisvergleiche lohnen sich also.


Täglich Geld einsparen kannst du, wenn du einen Snack von zu Hause mitnimmst. Du könntest einen Apfel essen anstatt einen Fruchtsaft oder einen Schokoriegel zu kaufen – das ist nicht nur billiger, sondern auch sehr gesund. Ideal ist auch, wenn du eine Trinkflasche kaufst, mit Trinkwasser füllst und mitnimmst: Wasser ist zudem leichter als zuckerhaltige Limonaden.


Du schaffst es nie, Geld zur Seite zu legen für die Ferien oder einen Herzenswunsch, der etwas mehr kostet? Am einfachsten erreichst du das Ziel, wenn du den Betrag, den du monatlich sparen willst, auf ein separates Konto einbezahlst, das tabu ist für andere Ausgaben. Du könntest auch am Abend das Sparschwein mit dem Kleingeld in deinem Portemonnaie füttern. So kommen jeden Tag kleinere Beträge zusammen, die sich am Monatsende rechnen. Hast du einen passenden Handyvertrag? Oft gibt man nämlich unnötig viel Geld aus für Abo-Leistungen, die man gar nicht braucht. Auch hier ist es lohnenswert, die Anbieter zu vergleichen und das Kleingedruckte genau zu lesen.  

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